Blogtraum - ein Experiment um eine Identität im Internet zu bekommen

Veröffentlicht auf von Assilsan

Vernetzung ist im Internet das A und O. Wer keine Links teilt, rezensiert und wiederveröffentlicht, zieht nie wirkliche Besucherzahlen auf seine Seite. Sollten diese aber fließen, dann wäre es eventuell sogar möglich, dass sich die vor dem PC-Bildschirm verbrachte Zeit in Geld umsetzt.

Blogtraum vom Geld

Schön wäre es doch, das kann ich nicht leugnen, wenn durch die Arbeit mit Blogs zumindest das Geld für die Unkosten4857508633_86fb572818.jpg reinkommt. Es scheint möglich zu sein - es beweisen zig Blogs im In- und Ausland. Das es geht, wenn man bereit ist, seine Artikel zu optimieren, das habe ich dieses Jahr erlebt, als ich bei die-Experten.de als Freelance-Autorin mitarbeitete.

 

Warum braucht das Internet aber immer noch neue Blogger und ist sogar bereit, dafür dann doch satte Honorare zu zahlen?

 

Man darf nicht vergessen, dass auch ein Unternehmen den einen oder anderen Blogtraum hegt - wenn auch auf ganz andere Art und Weise, als die Blogger es tun. Eine gute, seriöse und überzeugende Rezension auf einem unabhängigen Medium - meist auch noch von einem Experten in seiner Nische - mit Lesern in genau der Zielgruppe ... manche Unternehmen geben unsummen Geldes aus um Bewertungen von Instituten und Labels gleicher Art zu bekommen!

 

Wer liest schon Blogs?

Inzwischen stammen die meisten Informationen, welche wir im Internet finden, von Blogs. Es gibt verschiedenste, aber wenige Webseiten sind so Suchmaschinenoptimiert und regelmäßig upgedatet. Die Rezension, welche auf einem Blog erstellt wird, ist auch für uns Suchende im Netz wertvoll. Wir lesen objektive, eigene Meinungen, können sortieren, ob wir uns mit dem Typ Blogger identifizieren können - also, vermutlich ähnliche Interessen teilen - und dann bekommen wir einen Eindruck, ob ein Produkt oder Thematik zu uns passt und unsere Suchanfrage befriedigt.

 

Ein Blog ist ja nur wenig anders als eine Zeitung - teilweise mit so guten Artikeln, dass man sie einfach abdrucken könnte. Die Schreiber zeichnen sich, auf den großen Blogs zumindest, durch fundiertes Fachwissen und Überblick in ihrer Sparte aus. Das hat dazu geführt, dass man heute in Google nur noch eine Frage eingeben muss - bestimmt hat irgendein Blogger sie bereits beantwortet, weil er es leicht hat, seine Inhalte zu aktualisieren.

 

Tipps für Blogleser

Trotz dem, dass wir im Alltag der Suchanfragen im Internet immer wieder auf Blogseiten stoßen werden, werden wir auf diese Art niemals den Umfang der Bloggerwelt erfahren können. Alle reden von Besucherzahlen und regelmäßigen Lesern - aber wie machen die Leute das eigentlich? Klicken die jeden Tag jede Website von neuem an?

 

Ich lese derzeit bei 320 Feeds mit. ... Wie geht das? Natürlich lese ich bei Weitem nicht jeden Tag alle Artikel! :-)

 

Blogs sind informativ und eine Art der Unterhaltung, ähnlich wie eine Tageszeitung, welche man sich komplett selbst zusammenstellt - inklusive der Wahl der Lieblingsjournalisten.

 

Wenn ich im Internet unterwegs bin, sei es durch eine Suchanfrage, sei es zum Zeitvertreib, zum Beispiel mit Diensten wie StumbleUpon , abonniere ich immer irgendwelche interessanten Feeds. Dazu nutze ich einen Feedreader. es gibt Verschiedenste, da ich aber gerne mit Google arbeite und auch viele meiner eigenen Blogs bei Blogspot habe, nutze ich den GoogleReader und für kostenlose Video- und Audiopodcasts noch iTunes.

 

In diesem kostenlosen Leseprogramm laufen alle meine abonnierten Webseiten und Blogs zusammen und ich kann sie bequem lesen und sortieren. Was sich für mich als am Sinnvollsten erwiesen hat war zuersteinmal meine Lieblingsblogs in einem Ordner zusammenzufassen, diese lese ich eigentlich täglich. Dann nach Themen und schließlich gibt es noch unkategorisierte Blogs und Seiten, die ich nur am Rand verfolge.

 

Bloggen ist für jedermann!

2312596915_dea8339cf2.jpgFrüher dachte ich: was bringt es denn wenn ich ein öffentliches Tagebuch schreibe? Wen interessiert sowas und warum sollte ich private Angelegenheiten in die Öffentlichkeit bringen?

 

Aber darum geht es beim Bloggen eigentlich eher weniger. Viel wichtiger sind die besprochenen Themen. Anstatt an ein Tagebuch à la "Liebes Tagebuch, heute habe ich Schnupfen ..." zu denken, sollten wir uns eine Art Mini-Zeitschrift vorstellen. Unser Privatleben können wir gerne weiterhin auf Facebook, Twitter etc. verwursteln - daran herrscht kein Mangel.

 

Überlegen Sie sich, welche Texte Sie selbst gerne lesen würden oder über die Sie sich freuen zu finden und was es bräuchte, um auf so eine Seite aufmerksam zu werden. Sie werden überrascht sein, dass Sie sich gerne von einer persönlichen Stimme angesprochen fühlen.

 

Haben Sie ein Thema, welches Sie gerne ausprobieren wollen? Dann legen Sie los - gehen Sie auf Over-Blog oder Blogspot und richten Sie mit ein paar Klicks einen kleinen Blog ein. Bloggen ist Leidenschaft, keine hauptberufliche Tätigkeit - das ist es, was zählt! Es gibt kein Risiko, ausser ein wenig verbrachte Zeit, meistens ist diese aber sinnvoller genutzt, als vor dem Fernseher.

 

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