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1. Februar 2012
Den Umsatz, den Unternehmen jährlich mit Futter für unsere lieben Haustiere ist im Milliardenbereich zu beziffern. In jedem Supermarkt gibt es gleich viele verschiedene Marken, Nassfutter, Kroketten, Leckerlies, Senior- und Juniorfutter - Futter in Dosen, Schälchen, Tüten, Schachteln und Säcken. Die Preise variieren stark und man kann leicht mal 10-30 Euro pro Kilogramm Katzen- oder Hundefutter hinlegen, welches mit verlockenden Inhaltsstoffen und Slogans prahlt. Somit ist man schnell verführt zu meinen, wenn ich viel Geld hinlege, bekomme ich auch mehr und besseres für meinen Liebling. Meine Erfahrung mit verschiedensten Tieren hat gezeigt, dass dies nicht immer der Wahrheit entspricht.
Tierfutter kaufen wir - das meinen wir zumindest - nur mit unserem rationalen Verstand, weil wir es ja selbst nicht
essen können (bzw. wollen). Kommen wir aber schon mit der Komplexität unserer eigenen Ernährung nicht immer klar, so ist das noch schwieriger bei den Tieren. Es kursieren schnell Gerüchte und Meinungen zu Inhaltsstoffen, welche angeblich in dem Futter vorhanden sind und eventuell schaden können.
Trotzdem lassen wir uns auch hier von der Werbung gerne verführen und hören zwar auf unsere Intuition (was ja grundsätzlich nicht schlecht ist) aber meinen, bloß weil auf einer Packung etwas tolles draufsteht und in unserem vermenschlichten Sinne appetitlich aussieht, muss es auch unserem Liebling schmecken.
Richtig schlimm ist es, wenn Tierfutter so hergestellt wird, dass es in unseren Augen gut aussieht und Geschmacksstoffe im Futter sind, die den Hund o.ä. ganz wild darauf machen. Das ist wie, wenn Sie einem Kind nur Chips zu essen geben: es schmeckt ihm und sieht in Ihren Augen ja auch nach etwas Leckerem aus, ist ja auch irgendwie nahrhaft (viel Fett) aber passt selten als dauerhafte Ernährung.
Selten habe ich die Erfahrung gemacht, dass es wirklich das Sinnvollste ist, seinem Tier sein ganzes Leben lang immer nur das gleiche Futter zu geben. Ernährungsspezialisten im Bereich Tierfutter setzen auf das BARFen (Biologisch Artgerechte Roh Fütterung) wo sie versuchen, die Ernährung des Tieres möglichst naturnah zu gestalten, also mit zum Beispiel großem Anteil an rohem Fleisch für Katzen und Hunde etc. Das ist aber eine richtige Wissenschaft für sich und nicht damit erledigt, dem Tier einfach irgendeine selbsthergestellte Kost vorzusetzen. Diesen Aufwand kann nicht jeder betreiben, sondern ist darauf angewiesen, irgendwo ein passendes Fertigfutter zu finden.