Besondere Kennzeichen, besonderer Steuersatz - profitiert jedes alte Auto eigentlich davon? Und was ist ein H-Kennzeichen?
Als gesetzliche Regel gilt: ab dem Moment, wo ein Auto über 30 Jahre alt ist, ist es ein Oldtimer. Jüngere Autos, die erst 20 Jahre alt sind, nennt man auch oft Youngtimer.
Das H-Kennzeichen
Oldtimer, die nicht nur fahrbar, sondern auch gut erhalten sind, können zu einer technischen Untersuchung angemeldet werden, welche überprüft, ob das Auto das besondere Kennzeichen für historische Fahrzeuge erhalten kann. Dazu muss es dem zeitgenössischen Stil in der Einrichtung und Technik entsprechen. Die Entscheidung liegt beim Prüfer. Besteht es diese Prüfung, bekommt es ein Kennzeichen mit dem Buchstaben H am Ende. Also zum Beispiel: AB-CD 12H.
Steuer und Versicherung
Diese Zulassung bietet einige Vorteile, wie zum Beispiel einer KFZ-Steuerpauschale für alle historischen Fahrzeuge, unabhängig von Hubraum oder ob es einen Katalysator besitzt. Gleichzeitig darf dieses Fahrzeug in allen Umweltzonen fahren, ohne eine Plakette zu benötigen. Auch die Versicherung kommt oft um einiges günstiger.
Alles in allem wird so eine Möglichkeit geboten, alte, instandgehaltene Fahrzeuge weiterhin auf den Straßen zu sehen, auch wenn diese nicht alle heutigen Umwelt- und Sicherheitsvorschriften erfüllen.
Das 07-Wechselkennzeichen
Als andere Möglichkeit, zum Beispiel für Sammler, die nicht nur ein Fahrzeug besitzen und diese hauptsächlich für Ausstellungszwecke nutzen, gibt es noch das Sammler 07-Wechselkennzeichen. Es handelt sich um ein rotes Kennzeichen mit den Ziffern 07 am Anfang des Ziffernblocks. Beispiel: AB 07123.
