Fotografieren für Anfänger - 5 Tipps für das bessere Foto

Veröffentlicht auf von Assilsan

Immer wieder kauft man sich eine bessere Kfotograf.jpgamera für viel Geld um bessere Aufnahmen machen zu können. Die Werbung suggeriert uns, dass wir nur noch mehr Megapixel, optischen Zoom und sonstige Gadgets wie Gesichtserkennung, Bildstabilisator etc. benötigen.

 

Mag das auch alles sehr hilfreich sein und uns die Industrie damit entgegenkommen, so hängt vom guten Foto freilich noch weit mehr ab, als die technischen Vorraussetzungen. Selbst mit einer Mini-Digitalkamera kann man besondere Momente eindrucksvoll festhalten. Deshalb stelle ich hier 5 Tipps vor, die man eigentlich bei jedem Foto wie eine Checkliste anwenden kann und ein besseres Ergebnis bekommt.

 

1.: Die Perspektive aus Augenhöhe

Gerade bei der Tierfotografie werden die Bilder aus irgendeinem Grund nie so spektakulär wie sie es sich wünschen? Das Problem: meistens bleiben wir einfach stehen, zücken die Kamera und drücken ab. Blitz, Licht und Hintergrund, sowie Motiv passen, aber die seltsame Perspektive verzerrt die Proportionen und das Ergebnis sieht mehr nach künstlerischem Experiment aus. Die Lösung: gehen sie, wenn Sie eine Person oder ein Tier fotografieren mit der Kamera auf Augenhöhe - am Besten sogar etwas darunter! Manchmal muss man in die Hocke gehen oder sich selbst flach auf den Boden legen (kleine Tiere kann man aber z.B. auch auf einen Tisch setzen ...) - doch die Mühe lohnt!

 

2.: Dämmerlicht und Innenaufnahmen vermeiden

Ja, ja, die Möglichkeiten der Technik haben uns verwöhnt. Selbstverständlich kann man Alltagsfotos im Dunkeln und im Haus dank Blitz auch machen. Letzteren sollte man nur auf keinen Fall aus Versehen ausschalten! Trotzdem braucht man sich nicht wundern, wenn die Qualität dieser Fotos ziemlich zu wünschen übriglässt! Das Selbe gilt für Fotos, die im Dämmerlicht aufgenommen werden. Wir denken an die traumhaften Fotos anderer Fotografen - gesehen im Internet und den Printmedien - und dann kommt bei uns nur so ein verschwommenes Bild heraus, mit leuchtenden Augen ... da lassen viele mal schnell etwas Geld springen um sich eine bessere Kamera zu kaufen. Doch ich möchte darauf hinweisen, dass es schlichtweg nicht so einfach ist, gute Aufnahmen in schlechtem Licht zu machen - auch mit der heutigen Technik nicht! Ein guter Fotograf nimmt sich für solche Aufnahmen viel Zeit und stellt seine Kamera manuell so ein, wie er es sich vorher ausgerechnet hat. Er wartet zum Teil sogar viele Stunden auf das richtige Licht! Professionnell geblitzte Fotos werden aus mehreren Quellen beleuchtet und geblitzt. Der frontale Blitz unserer geläufigen Kameras erleuchtet nur einmal und da das Licht von vorne kommt, wirken diese Bilder alle irgendwie künstlich.

 

Sonnenuntergänge mögen ein anderes Kapitel sein, denn wenn wir die Sonne fotografieren, fokussieren wir meistens den hellsten Punkt und bekommen doch auch gradeso genug Licht ab. Alles in Allem würde ich aber Dämmerung und Dunkelheit sowie Aufnahmen in Gebäuden meiden. Selbst Gegenstände lassen sich besser draußen beleuchten.

 

3.: Lächelt nicht in die Kamera!

Es steckt in uns: soll man fotografiert werden, muss man in die Kamera schauen und Grinsen. Das Problem: Und dann wundert man sich, warum man ein Fotoalbum voll seltsamer Gesichtszüge hat! Der Gesichtsausdruck ist für uns ein wichtiges Kommunikationsmittel und wir lernen im Laufe unseres Lebens jeden einzelnen Zug erkennen und deuten. Ein gestelltes Lachen wirkt von daher auf uns nie natürlich. Die Lösung: am besten Fotografiert man Personen, wenn sie gerade mit was anderem als der Kamera beschäftigt sind. Wenn Sie also ein Foto von jemand machen sollen, geben Sie der Person ein Accessoire oder einen Gesprächspartner und suchen Sie einen Moment, wo viel gelacht wird. Drücken Sie ab so oft es geht - unter Ihrer Auswahl ist am Ende bestimmt etwas tolles dabei!

 

4.: Abdrücken bis der Arzt kommt!

Je mehr Fotos wir von etwas machen, desto höher die Chance, dass ein wirklich gutes dabei ist. Gott sei Dank müssen wir heute nicht mehr teure Filmrollen für unsere Kamera kaufen, sondern haben 4 GB-Speicherkarten, wo tausende Fotos draufpassen. Auch wenn es nachher langweilig sein mag, 20 ähnliche Fotos zu haben - man kann die unpassenden ja löschen. Gerade wenn Sie Bewegung fotografieren wollen, ist dies unerlässlich!

 

5.: Auf- und Gegenlicht

Kurz gesagt: achten Sie darauf, wo die Sonne oder andere Lichtquelle zu Ihrer fotografierenden Postion steht! Haben Sie Gegenlicht, gibt das zwar interessante Silhouetteneffekte, aber wenn Sie Gesichter o.ä. fotografieren wollen, dann liegen die ihnengegenüber im Schatten. Stellen Sie sich mit der Sonne im Rücken, haben Sie top Voraussetzungen - ein guter Fotograf wird aber das Licht mit seinem Erfahrungswert leicht von der Seite kommen lassen, damit spannende Kontraste entstehen.

 

 

 

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